Kein kommunales Verbot von Zirkustieren

KREFELD. Die Jungen Liberalen Krefeld (JuLis) zeigen sich enttäuscht von der jüngsten Forderung der Grünen, Zirkusbetrieben mit Wildtieren zukünftig keine städtischen Flächen mehr zur Verfügung zu stellen.

Tierschutzgesetze werden von übergeordneten politischen Ebenen erlassen und es obliegt nicht der Stadt zu beurteilen, ob diese richtig sind oder nicht.

Der JuLi-Kreisvorsitzende Dennis BYRSKI erklärt: „Tier- und Artenschutz ist keine Aufgabe, die in den kommunalen Bereich fällt und die Stadt sollte sich hüten, hier regulierend einzugreifen, solange es keine Missstände und Gesetzesübertretungen gibt. Die Stadt besitzt hier keine Kompetenz und würde sich Eingriffe in die persönliche Freizeitgestaltung der Bürger sowie die Berufs- und Erwerbsfreiheit der Zirkusleute anmaßen. Denn sollten Wildtiere in Zirkusbetrieben mit dem Tierschutz unvereinbar sein, würde eine Haltung bundesweit untersagt werden. Bisher jedenfalls hat der Deutsche Bundestag keine Bedenken.“

„Viel mehr greift auch hier die Selbstregulierung des Marktes. Sollten die Krefelder und Krefelderinnen die moralischen Überzeugungen der Grünen teilen, können sie den Besuch des entsprechenden Zirkus unterlassen, bis sich ein Auftritt in Krefeld nicht mehr lohnt. Dass bislang in 2012 keine Wildtiere in Krefeld auftreten werden, könnte ein Hinweis darauf sein. Die Stadt Krefeld muss allerdings sicherstellen, dass bestehende Gesetze und Regelungen streng kontrolliert werden“ ergänzt BYRSKI.