City Ambulanz retten!

MITTE. Die Jungen Liberalen Krefeld (JuLis) fordern die Stadtverwaltung auf, ihre Versuche zur Schließung der Krefelder City Ambulanz umgehend zu beenden. Nur so sehen sie noch eine Chance, die rund 30 Arbeitsplätze des privaten Rettungsdienstes zu erhalten.

Dazu erklärte die Kreisvorsitzende Joana HORCH auf der Mitarbeiter-Mahnwache am Hauptbahnhof: „Die Krefelder City Ambulanz fährt jährlich rund 11 000 von 35 000 Einsätzen und rettet Tag für Tag Leben. Sie arbeitet wirtschaftlich, seriös und ist mit rund 280 Euro pro Einsatz deutlich günstiger als der Rettungsdienst der Feuerwehr. Dass die Stadt sich diese private Konkurrenz vom Hals halten möchte, ist offensichtlich.“

Das Krefelder Ordnungsamt will dem Unternehmen die Genehmigung verweigern, da es dessen Besitzer wegen einer Verurteilung  als nicht vertrauenswürdig einstuft. Mit dem laufenden Geschäft hat der jedoch schon seit Jahren nichts mehr zu tun. „Sollte die Stadt die City Ambulanz zur Schließung zwingen, schickt sie nicht nur deren 30 Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit, sondern sichert der Feuerwehr auf unbestimmte Zeit ein Monopol, das die Krefelder teuer zu stehen kommen wird. In Willich kostet schon heute jeder Feuerwehreinsatz rund 500 Euro und damit fast das doppelte des hiesigen Preises. Grund dafür ist vor allem das Fehlen privater Konkurrenz“, erklärte HORCH.

„Sich auf diesem Wege vom Wettbewerb zu befreien und privaten Anbietern den Boden unter den Füßen zu entziehen, erinnert eher an sozialistische Verstaatlichung, als an ein freiheitliches Marktverständnis. Dass solche Methoden unter der Führung eines konservativen Oberbürgermeisters stattfinden, ist mehr als bedenklich. Wir JuLis fordern Herrn Kathstede daher dazu auf, sich schnellstmöglich der Sache anzunehmen, die Arbeitsplätze der Lebensretter zu sichern und damit die ärztliche Notfallversorgung aller Krefelder zu garantieren“, sagte HORCH abschließend.