Politik schweigt, Junge Liberale handeln: Krefeld gegen Extremismus

Die Junge Liberale in Krefeld äußert sich besorgt über die Darstellung Krefelds in der
aktuellen Spiegel-Reportage “Die Kalifat-Islamisten”. Die Reportage, die einen Fokus auf die
salafistische Szene in Deutschland legt, widmet knapp 2 Minuten und 40 Sekunden dem
Geschehen in Krefeld während der “Inspiration Night” der “Deen Akademie”, die am 19. April
in Obergath stattfand.
Eine große Polizeipräsenz war bei der Veranstaltung vorhanden, und wir möchten die Polizei
ausdrücklich für ihre Arbeit loben. Die Präsenz der Ordnungskräfte hat dazu beigetragen, die
Sicherheit unserer Stadt zu gewährleisten. Leider haben sich die lokalen Parteien bislang
nicht zu den Vorfällen geäußert oder wollen sich nicht dazu äußern, während die lokalen
Medien ihre Stimme erhoben haben.
Es ist bedauerlich, dass Krefeld, eine Stadt mit einer vielfältigen und offenen Gesellschaft, in
Verbindung mit der Salafistenszene gebracht wird. Wir weisen entschieden die Vorstellung
zurück, dass Krefeld Teil dieser problematischen Szene sein könnte. Ebenso besorgt sind wir
über das Konzert von rechten Rappern im Bosi Club. Extremismus jeglicher Couleur hat in
Krefeld keinen Platz. Krefeld steht für Toleranz, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander.
Jegliche Ideologien, die im Widerspruch zu den Grundwerten unserer Gesellschaft stehen,
haben in unserer Stadt keinen Platz.
“Feste Größe in der salafistischen Szene in Deutschland treten in Krefeld auf und aus der
Kommunalpolitik kommt nicht ein Wort Kritik dazu. Nichts! Für uns unbegreiflich”, äußert
sich der Vorsitzende der Junge Liberalen Krefeld, Paolo Martin AGUILAR SANCHEZ besorgt,
“hier herrschen das Grundgesetz und der Rechtsstaat, nicht die Scharia. Wer etwas anderes
etablieren will, kann gehen.”
Die Junge Liberale Krefeld fordert daher von den Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft
eine klare Positionierung gegen jede Form von Extremismus und Radikalismus. Wir
appellieren an alle, gemeinsam für die freiheitlichen Werte einzustehen, die unsere
Gesellschaft ausmachen. Jeder ist willkommen, solange er die Regeln und Werte unserer
Demokratie respektiert. Wir werden nicht zulassen, dass Krefelds Ruf durch die Aktivitäten
extremistischer Gruppen beschädigt wird.