Schulentwicklung: JuLis fordern Bürgerentscheid

KREFELD. Die Jungen Liberalen fordern angesichts der bevorstehenden Veränderungen in der Krefelder Schullandschaft einen Bürgerentscheid. Dieser soll zusätzlich zu einer Elternbefragung durchgeführt werden.

Dazu erklärt der Kreisvorsitzende der JuLis Dennis BYRSKI (22): „Die durch schrumpfende Schülerzahlen notwendige Umstrukturierung in der Krefelder Schullandschaft kann von niemanden ignoriert werden. Dies hat allerdings nicht nur Auswirkung auf schon geborene Kinder, sondern hat auch Konsequenzen für weitere Generationen. Deshalb ist es nicht nur erforderlich, die Eltern über ihre Wünsche zu befragen, sondern alle Bürger entscheiden zu lassen. Ein Bürgerentscheid als Ratsbegehren erfasst die unterschiedlichen Erfahrungshorizonte und kann einen Ausblick bieten, ob Veränderungen auch langfristig Akzeptanz finden. Ob Krefelder Bürger eine weitere Gesamtschule, eine Sekundarschule oder einfach weniger Haupt- und Realschulen möchten, kann mit diesem Verfahren bestmöglich ermittelt werden.“

„So wie nicht nur Rentner über ihre Rentenanpassungen und Studenten über ihre Studienbeiträge abstimmen, sollten auch nicht nur Eltern der 3. und 4. Klassen über die angebotenen Schulformen einer Stadt entscheiden. Anstatt einer Politik der Betroffenheit braucht Krefeld eine basisdemokratische Legitimation für tiefgreifende schulpolitische Veränderungen.“, begründet BYRSKI.

„Unser Vorbild ist die Stadt Monheim. Dort wird im November über die Umwandlung einer Realschule zu einer Sekundarschule abgestimmt. Bürgerbeteiligung, Ratsbegehren und Bürgerentscheide sollten viel häufiger zum Einsatz kommen, um kommunale Entscheidung zu treffen. Ein andauernder, aktiver und bürgernaher Diskussionsprozess jedenfalls schadet nie.“, ergänzt BYRSKI.