Jugendbeirat endlich demokratisieren

KREFELD. Die Jungen Liberalen Krefeld (JuLis) sorgen sich um den städtischen Jugendbeirat und fordern deshalb eine demokratischere Legitimation des Gremiums. Dies beschlossen sie auf ihrem Kreiskongress am vorletzten Wochenende.

Am vergangenen Donnerstag hätte der Jugendbeirat eigentlich tagen sollen. Da jedoch nur ein Drittel seiner Mitglieder zur Sitzung erschienen, blieb er beschlussunfähig. Die letzte reguläre Sitzung fand im November 2010 statt.

Der Kreisvorsitzende der Krefelder JuLis, Dennis BYRSKI (21), erklärte dazu: „Wenn zwei Drittel der Jugendbeiratsmitglieder nicht zur Sitzung erscheinen, ist dies eine katastrophale Nachricht. Bleibt der Jugendbeirat dauerhaft beschlussunfähig, macht er sich selbst überflüssig und schaufelt so sein eigenes Grab. Daher muss die Stadt nun reagieren und neu über Legitimation und Struktur des Beirates nachdenken. Schon seit einem Jahr beobachten wir JuLis die Situation mit großer Sorge.“

„Um den Jugendbeirat in Zukunft effizient und effektiv zu gestalten, muss das Gremium deutlich demokratischer werden. Deshalb fordern wir JuLis, dass seine Mitglieder in direkter Abstimmung von allen Krefelder Jugendlichen gewählt werden. So wollen wir gewährleisten, dass sich die Kandidaten auch tatsächlich für die Beiratsarbeit interessieren und dort einbringen wollen. Städte wie Münster und Düsseldorf gehen hier mit gutem und erfolgreichen Beispiel voran“, so BYRSKI weiter

„Um seine Mitglieder zusätzlich zu motivieren, muss der Beirat weiter gestärkt werden. Daher fordern wir JuLis Rede- und Antragsrecht für je einen Beiratsvertreter in den Ausschüssen des Stadtrates sowie in allen Bezirksvertretungen. Das Antragsrecht ist dabei unumgänglich, wenn der Beirat wirklich politische Arbeit leisten soll“, sagte BYRSKI.

„Den Beschluss der JuLis haben wir an die FDP-Fraktion und den Oberbürgermeister weitergeleitet. Bis es mittelfristig zu umfassenden Änderungen kommt, sollte zu mindestens in jeder Sitzung des Jugendhilfeausschusses in einem separaten Tagesordnungspunkt über den Jugendbeirat gesprochen werden.“ fordert BYRSKI abschließend.