Keine Kameras auf dem Theaterplatz

KREFELD MITTE. Die Jungen Liberalen Krefeld (JuLis) sprechen sich vehement gegen eine Videoüberwachung auf dem Theaterplatz aus. Die FDP Mitte hat dies in einem Maßnahmenpaket als Antrag an die Bezirksvertretung Mitte gestellt, um die Attraktivität des Platzes für die Szene zu verringern.

Der JuLi-Kreisvorsitzende Dennis BYRSKI erklärte hierzu: „Den Vorschlag der FDP Mitte nach Videoüberwachung weisen wir entschieden zurück. Kameras zerstören nicht nur die Aufenthaltsqualität für die Drogen- und Alkoholszene, sondern auch für jeden Bürger der Stadt. Jeder Mediotheksbesucher, jeder Gast im Seidenweberhaus und auch jeder Kulturinteressierte auf dem Weg ins Theater werden überwacht. Diese tiefgreifenden Bürgerrechtseinschränkungen sind niemals eine adäquate Maßnahme zur Lösung von Problemen. Vielmehr fragen wir uns, warum die Polizei nicht in regelmäßigen Abständen zu Kontrollen erscheint und Vergehen ahndet.“

„Das Problem Theaterplatz wurde glücklicherweise in den letzten Wochen von der Politik wiederaufgegriffen. Nicht ohne Grund zeichnet die FDP die Bürgerinitiative Theaterplatz auf ihrem heutigen Dreikönigstreffen mit einem Preis für Zivilcourage aus. Bevor allerdings Maßnahmen entwickelt werden, um die Szene zu verlagern, sollten man sich im Klaren darüber sein, welche Funktion der Theaterplatz in Zukunft eigentlich einnehmen soll. Solange es keine eindeutigen Pläne gibt, ist gerade eine Verlagerung wenig zweckmäßig“, fügte BYRSKI hinzu.