Museumsausbau nicht generationengerecht

Krefeld. Die Jungen Liberalen Krefeld fordern eine Reduzierung der Umbaumaßnahmen am Kaiser Wilhelm Museum. Insbesondere soll auf die Anhebung des Daches verzichtet werden. Diese Maßnahme zerstört ein Denkmal nachhaltig für spätere Generationen.

Der stellvertretende JuLi-Kreisvorsitzende Carsten REPGES (20) erklärte hierzu: ?Die Anhebung des Daches führt zu einem irreparablen Substanzverlust, die der Landschaftsverband Rheinland (LVR) in seiner Stellungnahme aus denkmalpflegerischer Sicht als bedenklich erachtet. Der Charakter des Denkmales werde nachhaltig geschädigt. Die Politik muss dem folgen und auf die Maßnahme verzichten. Jüngere Generationen werden allerdings nicht nur durch eine Denkmalzerstörung belastet, sondern auch durch die unnötigen Mehrkosten. Das Kaiser-Wilhelm-Museum kann so einen großen Beitrag zur dringend notwendigen Haushaltskonsolidierung leisten.“

„Der Kosten-Nutzengrad steht in keinem Verhältnis, da die neu entstehenden Räumlichkeiten auf unabsehbare Zeit leer stehen werden. Irgendwann einmal sollen die Museumspädagogik und die Verwaltung dort untergebracht werden. Dies rechtfertigt aus unserer Sicht weder den Verlust an historisch-wertvoller Bausubstanz noch die nachhaltige Schädigung des städtischen Haushalts, der durch die explosionsartig angestiegen Kosten für die Sanierung schon genug belastet wird“, erläuterte REPGES, der die FDP-Fraktion im Denkmalausschuss vertritt.