Friedhöfe gehören auch zum Markt

KREFELD. Die Jungen Liberalen widersprechen der Kritik der Steinmetzinnung, dass Gemeinschaftsurnengräber einen Schaden in der Friedhofskultur verursachen und unterstützen das städtische Vorhaben ausdrücklich.

Der JuLi Kreisvorsitzende Dennis BYRSKI (21) entgegnet hierzu: „Anstatt sich in Protektionismus zu üben, sollte auch bei Friedhöfen der Stein von Angebot und Nachfrage ins Rollen gebracht werden. Marktwirtschaft muss auf die veränderten Bedürfnisse der Menschen reagieren und entsprechende Angebote schaffen. Die Steinmetzinnung hat ihre Arbeitsweise anscheinend schon vor Jahrhunderten in Stein gemeißelt, sollte allerdings Veränderungen, die den Wünschen der Bürger entsprechen, akzeptieren. Die Stadtverwaltung hat mit Gemeinschaftsurnengräbern einen Trend erkannt.“

„Zwar unterstützen wir den Vorschlag entstehende Freiflächen durch ein kluges Friedhofsmanagement, auf ein zusammenhängendes Areal zu begrenzen und als Grünflächen oder Gärtnereien zu nutzen, erkennen aber verstärkt den demographischen Wandel. Krefeld wird mittelfristig mit der Problematik einer stark sinkenden Bestattungszahl bei einem Überangebot an Friedhöfen konfrontiert werden. Letztendlich können nur Friedhofsschließungen eine Ressourcenverschwendung verhindern. Die Entscheidung darüber darf von der Politik unter gar keinen Umständen begraben werden.“ fordert BYRSKI.