Alternativideen statt Shoppingtempel

KREFELD. Die Jungen Liberalen Krefeld fordern die Stadtverwaltung und die Ratsfraktionen auf, endlich ihre Scheuklappen abzulegen und eine offene Debatte und offene Verhandlungen über ein mögliches Einkaufszentrum zu führen.

Beim heutigen JuLi-Forum konnte Herr Franz-Joseph Greve, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Krefeld als Gast begrüßt werden. Aus einer ansprechenden Diskussion über den Einkaufsstandort Krefeld, besonders in Hinblick auf die Gebäudesituation des Kaufhofs am Ostwall, ergaben sich für die JuLis einige interessante Ansätze.

Die Krefelder Innenstadt darf nicht autark betrachtet werden, sondern muss in einem Kontext zur gesamten Stadt und ihren einzelnen Vierteln, der Verkehrsanbindung in andere rheinländische Städte, aber auch zur demographischen Entwicklung und dadurch bedingten Bedarfs- und Kaufkraftveränderungen stehen. Auf eine langfristige Strategie statt Entscheidungen aus Reflex sollte der Fokus bei diesem Thema gelegt werden.

Dazu erklärte die Kreisvorsitzende Joana HORCH: „Durch die demographische Entwicklung und absehbare Kaufkraftreduktion in Krefeld stellt sich die Frage, ob weiteren Verkaufsflächen nutzbringend sind. Daher müssen neben dem möglichen Bau eines Einkaufszentrums auch Ansätze außerhalb des Handels oder eine gleichzeitige Reduzierung der Verkaufsflächen in anderen Teilen der Innenstadt genannt werden. Die Stadtverwaltung muss kreative Ideen zulassen.“

„Der entscheidendste Punkt sind allerdings die Gesprächspartner. Es dürfen nicht nur Gespräche mit ECE geführt werden. Weitere Projektentwickler müssen aktiv angesprochen und animiert werden, Ideen zu entwerfen. Ein einseitiges Signal in Richtung eines Konzerns geht in die falsche Richtung und nimmt erheblichen Verhandlungsspielraum. Ebenso müssen endlich Gespräche mit dem Eigentümer der Immobilie geführt werden, um seine eigenen Reaktionsmöglichkeiten zu eruieren.“,  betonte HORCH.