Hundesteuer abschaffen

KREFELD. Zum Vorschlag der Krefelder SPD, Besitzer von Tierheimhunden von ihrer Steuerlast zu befreien, sagte Kreisvorsitzende JOANA HORCH: „Es ist Wahlkampf und langsam beginnt die Zeit der großen und kleinen Geschenke.

Auf den Verstand wird dabei leider alt zu oft verzichtet ? diesmal auf Kosten von Tieren und ihren Besitzern. Statt zu überlegen, für welche Hundebesitzer man eine Sonderregelung findet, sollte die SPD lieber darüber nachdenken, mit welcher Berechtigung sie überhaupt eine Hundesteuer kassieren möchte.“

„Wie ihr Name schon sagt, ist die Hundesteuer eine Steuer und damit nicht zweckgebunden. Argumente die behaupten, dass die Gelder direkt in die Stadtreinigung oder in die Krefelder Hundewiesen fließen, sind daher schlicht falsch. Kein Steuercent kommt direkt bei den Hunden und ihren zahlenden Besitzern an. Die Regelung ist ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert und völlig überholt“, so HORCH weiter.

„Selbst wenn wir durch die vorgeschlagene Ermäßigung das Tierheim entlasten
könnten, stellt sich doch die Frage, ob damit nicht eine Schnäppchenmentalität bei lebenden Tieren etabliert wird. Wer geht denn noch zum Züchter, wenn er im Tierheim die Hunde deutlich billiger bekommt? Die Lösung ist nicht nur für die 10 000 zahlenden Krefelder Hundebesitzer ungerecht, sondern moralisch mehr als fragwürdig. Verantwortungsbewusstem Tierschutz nützt sie rein gar nichts“, sagte Hundebesitzerin HORCH abschließend.