Sicherheit nicht in Hände von Hilfssheriffs

KREFELD MITTE. Die Jungen Liberalen Krefeld (JuLis) sprechen sich, nach dem Angriff auf einen Türsteher am vergangenen Sonntag, vehement gegen die Forderung der Krefelder SPD aus, den Kommunalen Ordnungsdienst zukünftig auch in der Nacht einzusetzen.

Dazu die Kreisvorsitzende Joana HORCH:

„Für die Sicherheit der Krefelder zu sorgen ist eine hoheitliche Aufgabe, die nur von der Polizei erfüllt werden kann und darf. Sie besitzt die nötige Ausbildung, aber auch alle notwendigen Rechte und Mittel, um dauerhaft und zuverlässig Straftaten wie Sonntagmorgen zu verhindern. Zudem ist sie gerade in Krefeld überdurchschnittlich erfolgreich, wenn es beispielsweise um die Aufklärung von Köperverletzungen geht.“

„Daher fordern wir den verstärkten Einsatz von Streifen vor und rund um die Discotheken der Innenstadt. Sollte dies die Kapazitäten der Polizei an den Wochenenden übersteigen, so müssen die Kapazitäten erhöht und nicht die Aufgaben gedrosselt werden“, so HORCH weiter. „Unsere nächtliche Sicherheit jedoch in die Hände von Hilfssheriffs zu legen, die mit der Gewaltbereitschaft einzelner Straftäter aller Voraussicht nach überfordert sein werden, gleicht eher modernem Söldnertum als ausgewogener Sicherheitspolitik.“

Abschießend erklärte HORCH: „Nicht vergessen sollten wir jedoch, dass der
Discobetrieb in Krefeld an fast allen Wochenenden ruhig und gewaltfrei abläuft. Den Extremfall von Sonntagmorgen daher als exemplarisch zu betrachten ist völlig übertrieben. Die meisten jungen Leute sind friedlich und haben einfach nur Spaß am Feiern.“